Trainingsfleiß und Leidenschaft

Karate-Schwarzgurtprüfung-2018-Erfurt

Die Abteilung Karate der Turnerschaft Kronach ist stolz, einen weiteren Meister in den eigenen Reihen zu haben. Frank Schwarzbach trägt ab sofort den schwarzen Gürtel.

Dan-Prüfungen sind für jeden Karateka der Höhepunkt harter und intensiver Trainingsarbeit. Monatelang wird die Ausführung der zu beherrschenden Techniken korrigiert und verfeinert, immer wieder die gleichen Schwachpunkten optimiert, die Kondition an die Grenze des Leistbaren herangeführt und die mentale Kraft auf die entschlossene und überzeugende Darbietung des Erlernten fokussiert.

Höchste Konzentration und beste körperliche Leistungsfähigkeit sind unabdingbare Voraussetzungen für das erfolgreiche Absolvieren einer Prüfung zum 1. Dan. Diese Prüfung ist der schwierigste und zugleich schönste Schritt in der Weiterentwicklung eines Karatekas, stellt er doch den Übergang von den durch farbige Gürtel markierten Weg durch die Schülergrade hin zur ersten Stufe des Meisters dar. Endlich darf ein schwarzer Gürtel getragen werden. Kein Wunder also, dass gerade diese Prüfung besonders hohe Anforderungen an die Kondition, den Leistungswillen und die eindrucksvolle Ausführung der geforderten Prüfungselemente stellt.

 

Bei einem Lehrgang in Erfurt stellte er sich den beiden kritischen Prüfern Fritz Oblinger und Lothar Ratschke (beide 8. Dan). Zunächst waren verschieden Karatetechniken alleine und nach fester Vorgabe zu zeigen, anschließend folgte die Vorführung der Kata. Schwarzbach hatte die Kata „JION“ gewählt, die vermutlich aus China stammt. Sie ist eine der höheren Grundkatas, die zum 1. Dan beherrscht werden müssen und besteht aus insgesamt 46 Bewegungen.

 

Das Vorführen der Kata ist so etwas wie die Krönung jeder Gürtelprüfung im Shotokan Karate, bei der jeder Karateka eine fest vorgegebene Abfolge von Kampftechniken und Kombinationen wie in einer Art virtuellem Kampf gegen mehrere Gegner zeigen muss. Angriffe und Abwehrtechniken müssen überzeugend den Verlauf des Kampfes darstellen.

Die harte und nie nachlassende Vorbereitungsarbeit sollte sich für Schwarzbach auszahlen. Am Ende der Prüfung nahm er nämlich die lang ersehnte Urkunde in Empfang.